Der neue HIV-Selbsttest senkt Hemmschwelle

In Sachsen-Anhalt haben sich im vergangenen Jahr erstmal seit vielen Jahren weniger Menschen mit dem HI-Virus angesteckt, als in den Jahren zuvor. Das geht aus den neusten Zahlen -anlässlich des Welt-AIDS-Tags am 01. Dezember 2018- des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. 

 

Allerdings geht der Landesverband der AIDS-Hilfen Sachsen-Anhalt e.V davon aus, das die Dunkelziffer der infizierten Menschen im Land, die nichts von ihrer Diagnose wissen noch immer zu hoch ist. „Wir ermutigen Menschen, einen HIV-Test zu machen“, sagte Landesgeschäftsführer, Sven Warminsky. Die Hemmschwellen für einen HIV-Test sinken immer mehr. Eine große Chance bietet der neue HIV-Selbsttest für zu Hause. 

 

Seit Herbst dürfen HIV-Selbsttests verkauft werden: Erhältlich in Apotheken, Drogeriemärkten und im Online-Handel. „Mit dem Selbsttest überwinden wir Hemmschwellen und ermöglichen somit viel mehr Menschen eine frühere Diagnose und damit eine rechtzeitige Behandlung“, sagt Sven Warminsky, Landesgeschäftsführer der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt e.V. 

 

Für die einwandfreie Handhabung mit dem neuen HIV-Selbsttest hat der Landesverband der AIDS-Hilfen in Sachsen-Anhalt eine kostenfreie Handy-App für Apple und GooglePlay erstellen lassen. „Damit kommt die Beratung und Unterstützung der AIDS-Hilfen zu den Nutzern direkt nach Hause – für unsere Arbeit ein Meilenstein in der digitalen Beratung und ist bundesweit einmalig.“, so der Landesgeschäftsführer Sven Warminsky 

 

Die App ist kostenlos im Google-Play-Store erhältlich. Die Veröffentlichung für Apple-Geräte wird schnellstmöglich erfolgen. 

Mit der App können die Nutzer sich die HIV-Selbsttests nach Hause bestellen und werden vom Gebrauch bis zur Ergebnisinterpretation geführt. Beim Umgang mit dem Ergebnis stehen den Nutzer über die App zahlreiche Kontaktmöglichkeiten zur Seite. Durch eine AIDS-Hilfe in der Nähe kann der anonyme Kontakt per Telefon, Mail und WhatsApp aufgenommen werden. Aus der App hinaus können persönliche Beratungstermine vereinbart werden. 

 

Diskriminierung ist erschreckend hoch 

„Der Landesverband der AIDS-Hilfen Sachsen-Anhalt e.V ruft infolge des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember dazu auf, Menschen mit HIV nicht zu stigmatisieren. Mit Unterstützung von Medikamenten haben eine große Anzahl von Infizierten heute eine fast eine normale Lebenserwartung und können ihr Leben führen wie anderen Menschen auch“, so der Landesgeschäftsführer Sven Warminsky. 

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